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Kälber schauen im Stall neugierig in die Kamera

Tierbezogene Parameter

Den Zustand und das Wohlbefinden des Tiers direkt erkennen

Tierbezogene Parameter können für die direkte Erfassung des Zustandes und Wohlbefindens eines Tiers herangezogen werden. Sie geben Auskunft über den Gesundheitszustand und das Befinden und lassen somit auch Rückschlüsse auf die Auswirkungen des Haltungssystems, der Stalleinrichtung, des Herdenmanagements sowie der Mensch-Tier-Beziehung zu. 

VIER PFOTEN legt für die Bewertung des Tierwohls zwei verschiedene Parameter zugrunde:

  • Ressourcenbezogene Parameter: Diese fokussieren auf die Haltungsumgebung (z.B. Stallsystem oder Besatzdichte) und die Ressourcen, die dem Tier zur Verfügung gestellt werden (z.B. Einstreu).
  • Tierbezogene Parameter: Diese werden direkt am Tier gemessen und zeigen, wie es dem Tier in seiner Haltungsumwelt geht. Solche Parameter sind zum Beispiel Fußballenentzündungen bei Mastgeflügel, Lahmheiten bei Milchkühen, aber auch Verhaltensstörungen wie das Stangenbeißen bei Sauen.

 

Der große Vorteil an der Erhebung tierbezogener Parameter besteht darin, dass man das Wohlergehen des Tiers durch direkte Beobachtung beurteilen kann. Hauptsächlich beurteilt man dabei das Verhalten sowie das Erscheinungsbild des Tiers. Sie können sowohl auf dem landwirtschaftlichen Betrieb als auch im Schlachthof erhoben werden. Beides ist beim „Tierschutz-kontrolliert“-Gütesiegel vorgesehen.

Die folgende Aufzählung ist nur ein Teil der verschiedenen Indikatoren, welche Rückschlüsse auf das Wohlbefinden eines Tiers zulassen. 

Mastenten

Haltung: Augenverschmutzung / Nasenverschmutzung 

Am Betrieb wird erhoben ob die Tiere verschmutzte Augen oder Nasen haben. Verschmutzte Augen oder Nasenlöcher können ein Hinweis dafür sein, dass die Enten sich nicht ausreichend mit Wasser putzen können. 

Schlachtung: Brüche / Blutergüsse 

Werden am Schlachthof dokumentiert- da das Vorliegen von Brüchen oder Blutergüssen auf unsachgemäße Handhabung bei Fangen oder Aufhängen der Tiere hinweist.  

Legehennen

Haltung: Gefiederschäden 

Schäden am Gefieder von Legehennen sind ein Indikator dafür, dass Federpicken auftritt. Federpicken ist ein abnormales Verhalten und ein Hinweis darauf- dass die Tiere mit ihrer Umwelt überfordert sind. 

Schlachtung: Fußballenveränderungen

Werden am Schlachthof erhoben da sie ein Hinweis darauf sein können, dass die Hühner auf zu feuchter oder verschmutzter Einstreu gehalten wurden. 

Mastrinder

Haltung: Verschmutzungen

Diese weisen auf Mängel in der Haltung und im Management hin, wie z.B. nicht ausreichende oder gar fehlende Einstreu. Durch das verklebte Fell kann Juckreiz und in weiterer Folge Entzündungen entstehen oder die Thermoregulation beeinträchtigt sein. 

Milchrinder

Haltung:Lahmheit

Sie ist eines der wichtigsten Tierschutzprobleme in der Milchviehhaltung. Sie weisen zumeist auf Schmerzen hin und bewegen sich somit weniger und es kommt zu einem eingeschränkten Zugang zu wichtigen Ressourcen wie Futter und Wasser.

Mastschwein

Haltung: Fortbewegung

Eine Betrachtung des Gangbildes der Schweine zeigt mögliche Lahmheiten, welche für die Tiere schmerzhaft sind und somit negative Auswirkungen auf deren Wohlergehen haben. Lahmheiten können z.B. durch inadäquate Bodengestaltung oder Infektionskrankheiten hervorgerufen werden.  

Schlachtung:Lungenentzündung

Feststellung am toten Tier bei der Fleischbeschau, Auslöser können Bakterien, Viren oder Parasiten sein, aber auch hohe Ammoniakkonzentration im Stall oder Feinstaubbelastung, wenn bei mehreren Tieren aus einem Betrieb das am Schlachtband festgestellt wird, sollte Ursachenforschung am Betrieb gemacht werden, um das Risiko des Auftretens von Lungenentzündungen bei folgenden Partien zu minimieren und präventiv agieren zu können, Tiere die von Lungenentzündung betroffen sind bleiben sind blass, wachsen schlechter, sind abgemagert und stark in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt. 

Rinder auf der Almwiese

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