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Almochsen in Österreich

Almochsen

6.2.2020

Gewinnen Sie Einblicke in das Leben von „Tierschutz-kontrolliert“-Rindern

Durch das „Tierschutz-kontrolliert“-Gütesiegel können deutliche Verbesserungen für die Rindern umgesetzt werden. Auf den zertifizierten Betrieben haben sie mindestens 120 Tage im Jahr Zugang zur Weide, können ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben und tiergerechte, soziale Strukturen bilden. Hier finden Sie einige Eindrücke aus dem Leben der „Tierschutz-kontrolliert“-Rinder!

Wissenswertes über Rinder

Rinder sind Herdentiere. Zu ihrem Grundbedürfnis gehört es in stabilen sozialen Strukturen mit Hierarchien zu leben. Sie nehmen gerne gemeinsam Futter auf, fressen zusammen und ruhen gemeinsam in Herdenverbänden.

Rinder sind neugierige Tiere und haben ein hohes Laufbedürfnis zur Futtersuche. Deshalb steht bei „Tierschutz-kontrolliert“ auch den Mastrindern mehr Platz im Stall zur Verfügung als gesetzlich vorgeschrieben. An den mindestens 120 Tagen im Jahr an denen die Tiere Zugang zur Weide haben müssen, können sie ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen.

Rinder verbringen nach der Futteraufnahme 8 bis 10 Stunden pro Tag mit dem sogenannten Wiederkäuen, das im Liegen stattfindet. Eine weiche, trockene und eingestreute Liegefläche ist deshalb für jedes Tier besonders wichtig und bei „Tierschutz-kontrolliert” geregelt.  In der Intensivtierhaltung gibt es teilweise nicht genügend Fress- oder Liegeplätze für jedes Tier.

Bei „Tierschutz-kontrolliert“ sind wiederkäuergerechte Futterrationen auch in der Mastrinder-Haltung erforderlich. Das bedeutet wenig Kraftfutter und viel Raufaser. In der intensiven Mastrinderhaltung gibt es einen zu hohen Kraftfutter-Anteil um das Wachstum der Tiere zu beschleunigen. 

Ein Almsommer hat für die Almochsen viele positive gesundheitliche Auswirkungen. Die viele Bewegung an der frischen Luft, die natürliche Futteraufnahme mit hochwertigem Grünfutter bestehend aus den vielen Kräutern, die auf den Almen zu finden sind, und der Herdenverband stärkt die Gesundheit der Tiere erwiesenermaßen enorm. Die Tiere sind ganzheitlich fit und haben einen natürlichen Klauenabrieb. Die Möglichkeit Ranghöheren aus dem Weg zu gehen, Gruppen zu bilden und ihren Tag selbst zu strukturieren wirkt sich positiv auf die Psyche der Tiere aus. 

Zudem ist die Aufzucht der Kälber in der Mutterkuhherde, was in der Gold Stufe gefordert wird, besonders wichtig und wird in der konventionellen Haltung kaum umgesetzt. Die Jungtiere können so im natürlichen Herdenverband mit der Mutter aufwachsen und am Euter trinken.

Kratzbürsten werden sehr gerne von den Rindern jeden Alters angenommen. Auch Kälber nutzen gerne eine Kälberkratzbürste. Die Möglichkeit zur Körperpflege ist wichtig für das Tierwohl und ihre Gesundheit.

Kontrolle von VIER PFOTEN

strenge Richtlinien

Das „Tierschutz-kontrolliert“-Gütesiegel regelt die Haltung der Rinder genau, so dass ein hohes Maß an Tierwohl garantiert wird.

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