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Milchkühe auf einem kontrollierten Betrieb

Milchkühe

5.2.2020

Das „Tierschutz-kontrolliert“-Gütesiegel garantiert strenge Tierwohl-Standards für Kühe in der Landwirtschaft

Das „Tierschutz-kontrolliert“-Gütesiegel regelt die Haltung der Kühe sehr genau, so dass ein hohes Maß an Tierwohl garantiert wird und artgemäße Verhaltensweisen ermöglicht werden.

Rinder sind sehr sozial und leben in Herden zusammen. Sie sind sehr neugierig und können in den auf Tierwohl ausgerichteten Ställen bei „Tierschutz-kontrolliert“ ihre Bedürfnisse ausleben. Die Kühe haben während der Vegetationsperiode Weidegang, das heißt, sie kommen in den warmen Monaten auf die grüne Wiese und stehen nicht nur im Laufstall. 

Zudem bauen Muttertier und Kalb eine enge Bindung zueinander auf. Bei „Tierschutz-kontrolliert“ wird eine mutter- bzw. ammengebundene Kälberaufzucht in der „Gold“-Stufemöglich. So können Kälber und Kühe eine Bindung aufbauen und Kälber auf natürliche Weise am Euter trinken.

Diese Vorgaben bei strengen Kontrollen regelmäßig überprüft. Hier wird nicht nur der Stall, sondern vor allem auch das Wohlbefinden der Tiere begutachtet.

Kontrolle bei den Milchkühen

Die „Tierschutz-kontrolliert“-Kriterien bei Milchrindern

Neben der Einhaltung der gesetzlichen Tierschutz-Mindestanforderungen verpflichten sich alle Teilnehmer zur ordnungsgemäßen Umsetzung der „Tierschutz-kontrolliert“-Richtlinien, welche deutlich höhere Anforderungen als die gesetzlichen Vorgaben stellen.

„Silber“„Gold“
VIEL PLATZ: Die Milchkühe haben viel Platz sowie ausreichend Bewegungsfreiheit und eingestreute Liegeflächen.
FRISCHE LUFT: Die Tiere werden entweder in offenen, sehr luftigen Ställen (Außenklimaställen) gehalten oder haben ganzjährigen Zugang zu einem Laufhof im Freien.
KEINE ANBINDEHALTUNG: Die Tiere werden ausschließlich in Laufställen gehalten. Sie können sich Tag und Nacht frei im Stall bewegen. So wird den Rindern die notwendige Bewegungsfreiheit und die Interaktion mit Artgenossinnen in der Herde ermöglicht.
WEIDEGANG: Im Sommerhalbjahr wird den Milchkühen mindestens sechs Stunden Weidegang ermöglicht.

ANWENDUNG TIERBEZOGENER PARAMETER: Bei den Kontrollen wird nicht nur der Stall kontrolliert, sondern auch das Wohlbefinden und der Gesundheitszustand der Tiere.
KURZE TRANSPORTWEGE: Die Tiere dürfen nicht länger als vier Stunden transportiert werden.
SICHERE BETÄUBUNGSVERFAHREN: Nur bestimmte, tierschonende und vor allem auch sichere Verfahren werden bei der Schlachtung zugelassen.
REGELMÄßIGE KONTROLLEN: Neben den jährlichen Kontrollen finden zusätzliche, unangekündigte Kontrollen durch VIER PFOTEN statt, die die Einhaltung der Kriterien garantieren.
Keine EnthornungBEHUTSAMKEIT BEI DER ENTHORNUNG: nur mit Betäubung, Schmerzausschaltung und Schmerzbehandlung
 

 

KUHGEBUNDENE KÄLBERAUFZUCHT: Die Kälber dürfen die Milch anstatt der üblichen Eimertränke bei ihrer Mutter oder einer Amme aufnehmen und können gemeinsam Zeit verbringen.
Mutterkuhhaltung bei den Kälbchen

Hier leben die „Tierschutz-kontrolliert“ Milchkühe

Derzeit leben über 600 Milchkühe auf zwölf Betrieben dank der Kooperation von VIER PFOTEN und der Allgäuer Hof-Milch GmbH unter besseren Bedingungen. Die Haltung ist mit „Tierschutz-kontrolliert“ der „Silber“-Stufe ausgezeichnet.

Die Kühe haben viel Platz in einem hellen Laufstall. Zusätzlich bekommen sie viel frische Luft, Bewegung und saftige Gräser auf den Allgäuer Wiesen und Weiden. Nicht nur die Milchkühe sind im Fokus, sondern bereits die Kälber profitieren von den Verbesserungen durch „Tierschutz-kontrolliert“. Sie können ihre natürlichen sozialen Verhaltensweisen im Herdenverband ausleben.

Neben dem Stall wird bei den strengen Kontrollen auch das Wohlbefinden sowie der Gesundheitszustand der Tiere kontrolliert. Das Entfernen der Hornanlagen findet besonders behutsam unter Betäubung und Schmerzbehandlung statt.